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1606

1606

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- niederländische Seefahrer unter Willem Jansz entdecken Australien, das sie Neuholland nennen
- Paul V. spricht Gregor VII. heillig
- Der Spanier Pedro Fernández de Quirós entdeckt die Neuen Hebriden
- Der Lange Türkenkrieg (seit 1593) endet
- Der erste Union Jack wird geschaffen
- Die erste Kolonie Nordamerikas wird von Engländern in Virginia gegründet

Geboren


- 1. Januar: Siegmund Wiprecht von Zerbst, deutscher Hofbeamter und Politiker († 1682)
- 3. Januar: Daniel von Plessen, deutscher Verwaltungsbeamter († 1672)
- 9. Februar: Franz Ico von Frydag, deutscher Offizier und Diplomat († 1652)
- 5. März: Johann Georg Reinhard, deutscher Jurist und Verwaltungsbeamter († 1672)
- 12. März: Johann Caspar Bauhin, schweizerischer Arzt und Botaniker († 1685)
- 12. Mai: Joachim von Sandrart, deutscher Maler, Kupferstecher und Kunsthistoriker († 1688)
- 3. Juni: Georg Aribert von Anhalt-Dessau, anhaltinischer Regent († 1643)
- 6. Juni: Pierre Corneille, französischer Schriftsteller († 1684)
- 6. Juli: Justus Henricus Heidfeldt, reformierter Theologe und Philologe, Lehrer am gräflichen Hof Dillenburg († 1667)
- 15. Juli: Rembrandt van Rijn, niederländischer Maler († 1669)
- 8. August: Achatius von Quitzow, Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft († 1653)
- 12. Oktober: Christoph Bernhard Graf von Galen, Fürstbischof von Münster (1650–1678) († 1678)
- 9. November: Hermann Conring (Arzt), Polyhistor, Leibarzt Christina von Schwedens, dänischer Staatsrat und Leiter des bremen-verdischen Archivs in Stade († 1681)
- Jan David de Hem, Niederländischer Maler

Gestorben


- 31. Januar: Guy Fawkes, englisch-katholischer Offizier, Attentäter auf den englischen König Jakob I. (
- 1570)
- 23. März: Justus Lipsius, Belgischer Rechtsphilosoph und Philologe (
- 1547)
- 27. April: Leo XI. (bürgerlich Alessandro Ottaviano de'Medici), Papst vom 1. April 1605 bis zum 27. April 1605 (
- 1535)
- 6. September: Matthias Waibel, Priester in Schwaben (Anhänger der Reformation) (
- 1525)
- 29. Dezember: Stephan Bocskai, reformierter Fürst in Siebenbürgen (
- 1557)
- Leohard Lechner, Kirchenmusiker in Württemberg (
- vor 1553) ko:1606년

Kategorie:1606



Willem Jansz

Willem Jansz (
- um 1570; † um 1630 auch: Willem Janssen) war ein holländischer Seefahrer. Er gilt als offizieller Entdecker Australiens. Australiens und Abel Tasman]] Jansz wurde um 1570, vermutlich in Amsterdam geboren. Über seine Kindheit und Jugend ist nichts überliefert bis er 1598 als Steuermann auf dem Segler Holland im Dienst der Niederländischen Ostindien-Kompanie nach Südostasien segelte. Nach seiner Rückkehr nach Europa wurde er zum erster Steuermann befördert uns startete erneut nach Ostindien. Nach einigen weiteren Reisen verließ er im Dezember 1603 Holland als Kapitän der Duyfken (Täubchen) , einem von zwölf Schiffen einer weiteren Ostindien-Expedition. Sein Schiff sollte drei Jahre lang neue Handelsquellen zu erschließen. Im November 1605 verließ Janz Banten in Richtung Banda-Inseln. Von dort aus begab er sich weiter in einem Ost-Süd-Ost Kurs über die Kei- und Aru-Inseln (Südöstliche Molukken) zum De Jong's Point nach Neuguinea. Von hier aus wandte er sich nach Süden, durchquerte die östliche Arafurasee ohne bereits in die Torres-Straße vorzustoßen und fuhr in den Golf von Carpentaria. Vermutlich im März des Jahres 1606 ging er an der Westküste der Kap-York-Halbinsel nahe der Mündung des Pennefather River an Land (). Wenngleich es Hinweise darauf gibt, dass bereits zuvor Seefahrer aus China, Frankreich oder Portugal nach Australien kamen, war Jansz der erste Europäer, der nachweislich australischen Boden betreten hat. Das Land befand Jansz als morastig und ungastlich; auf mehreren Landexpeditionen wurden insgesamt zehn Männer seiner Mannschaft von Aborigines getötet. Jansz kartographierte gut 300 km der australischen Küste, hielt sie aber für einen südlichen Teil der Küste Neuguineas, ein Irrtum, der sich in holländischen Karten noch einige Jahre hielt. Er nannte den neu entdeckten Landstreifen "Nieu Zelandt", ein Name der sich nicht durchsetzte, später aber von Abel Tasman für die Namensgebung von Neuseeland Verwendung fand. Sein Kurs führte Jansz bis zum 13. Breitengrad. Am Kap Keer-weer ("erneute Wende", ) im Süden der Albatross Bucht machte er kehrt und begann seine Heimreise. Er passierte die Prinz-Wales-Insel im Norden Australiens, durchquerte die Torres-Straße und erreichte wieder die Küste Neuguineas. Im Mai 1606 kehrte er zu den Banda-Inseln zurück und kam schließlich im Juni des Jahres wieder in Banten an. Die Originale seiner Tagebücher und der Karte, die Jansz während der Reise von 1606 anfertigte sind verloren. In der österreichischen Nationalbibliothek in Wien befindet sich jedoch eine Kopie der Karte, die etwa aus dem Jahr 1670 stammt. Die Karte, die den Ort der ersten Landung der Duyfken in Australien zeigt, ist Teil des Atlas Blaeu-Van der Hem, der 1730 durch Prinz Eugen von Savoyen nach Wien kam. Jansz leitete noch weitere Expeditionen bis er 1611 zunächst nach Holland zurückkehrte. Bereits im Dezember des selben Jahres segelte er wieder nach Niederländisch Ostindien. 1614 wurde er zum Gouverneur von Fort Henricus auf dem Solor-Archipel (Lomblen) bestellt bis er 1617 wieder für kurze Zeit nach Holland zurückkehrte. Für die Kaperung von Schiffen der Britischen Ostindien-Kompanie, die in Jakarta auf Java den Widerstand gegen die Holländer unterstützte, wurde Jansz 1619 militärisch ausgezeichnet. Nach dem Friedensschluss mit den Briten kam Jansz bald darauf, nunmehr im Rang eines Admirals, gemeinsam mit den Briten gegen die Philippinen zum Einsatz. Von Oktober 1623 an war er dann Gouverneur von Banda bis er 1627 in die Niederlande zurückkehrte. Bald darauf leitete er nochmals als Admiral eine Flotte von acht Schiffen auf einer diplomatischen Mission nach Indien, von der er im Juli 1629 in Den Haag Bericht erstattete. Danach verliert sich die Spur Janszens.

siehe auch

Willem Jansz ist nicht mit dem holländischen Kartographen Willem Janszoon Blaeu zu verwechseln, der zur selben Zeit in Holland lebte.

Weblinks


- gutenberg.net.au, Dictionary of Australian Biography: [http://gutenberg.net.au/dictbiog/0-dict-biogI-K.html#jansz1 Jansz or Janssen, Willem] Jansz, Willem Jansz, Willem Jansz, Willem Jansz, Willem Jansz, Willem Jansz, Willem Jansz, Willem

Paul V. (Papst)

Camillo Borghese (
- 17. September 1552 in Rom; † 28. Januar 1621 in Rom) war unter dem Namen Paul V. Papst von 1605 bis 1621. 1621 Camillo Borghese war der Sohn von Graf Marcantonio Borghese aus Siena. Er studierte Jura und Philosophie bevor er in den Dienst der Kurie eintrat. Am 5. Juni 1596 ernannte ihn Papst Clemens VIII. zum Kardinal. 1597 wurde er residierender Bischof von Jesi. Im Jahr 1603 wurde er noch Kardinalvikar von Rom und Inquisitor. Am 16. Mai 1605 wählte das Konklave ihn, das jüngste Mitglied des ganzen Kardinalskollegiums, zum neuen Papst. Nach der Wahl ernannte er seinen Neffen Scipione Caffarelli zum Kardinal und Kardinalstaatssekretär. Während seines Pontifikats wurde die bekannte Villa Borghese erbaut. Gleich zu Beginn seines Pontifikats kam es zu einem Konflikt mit der Republik Venedig. Venedig hatte ein Gesetz erlassen, das verbot, Immobilien an die Kirche zu veräußern, und das gleichzeitig den Klerus unter die Rechtsprechung der Republik stellte. Paul V. verhängte daraufhin den Kirchenbann über den Senat der Republik Venedig und das Interdikt über die ganze Republik. Im Jahr 1607 überlebte Paul V. ein auf ihn verübtes Attentat. Zum Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges unterstützte er die katholische Liga unter der Führung von Herzog Maximilian von Bayern finanziell. Er förderte die Wirtschaft im Kirchenstaat und ließ in Rom eine neue Wasserleitung, die Acqua Paola, erbauen. Weiterhin gilt Papst Paul V. als geistiger Vater des bekannten vatikanischen Geheimarchivs. Er ließ Ende des Jahres 1620 zur Feier der Schlacht am Weißen Berge eine Prozession abhalten, auf der er selbst zusammenbrach und sich nicht mehr erholte.

Weblinks


-
- Kategorie:Papst Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren 1552 Kategorie:Gestorben 1621 ja:パウルス5世 (ローマ教皇) ko:교황 바오로 5세

Papst Gregor VII.

Gregor VII., eigentlich Hildebrand von Soana (
- um 1020; † 25. Mai 1085 in Salerno) war Papst von 1073 bis 1085. Wegen seiner Bedeutung für die Kirchenreform gilt er als einer der bedeutendsten Päpste überhaupt. Dennoch war und ist er nicht unumstritten. "Der Heilige Satan" wurde er von Petrus Damiani genannt.

Leben

Petrus Damiani Hildebrand wurde um 1020 geboren und war vermutlich zunächst Mönch oder Kanoniker. Er wurde dann aber als Archidiakon der römischen Kirche zu einer Schlüsselfigur in der Kirchenpolitik. Ideen der klösterlichen Reformbewegung seiner Zeit und vor allem der Kampf gegen Simonie und Priesterehe bestimmten seine Bestrebungen. 1046 begleitete er Papst Gregor VI., der durch die Synode von Sutri abgesetzt worden war, in die Verbannung nach Köln. 1048 ließ sich Leo IX. wohl auf sein Anraten hin zum Papst wählen. Nach Leos Tod sollte Hildebrand 1054 bereits selbst zum Papst erhoben werden. Kaiser Heinrich III. berief jedoch Gebhard, den Bischof von Eichstätt, zum Papst Viktor II. . 1073 starb Papst Alexander II.. Bei seiner Beisetzung rief das Volk von Rom: "Hildebrand soll Papst sein!". Dieser ließ sich unter dem Namen Gregor VII. als Papst inthronisieren. Mit dieser Inspirationswahl war offenbar gegen die Papstwahlordnung von 1059 verstoßen worden, die dem römisch-deutschen König ein Mitspracherecht zusicherte. Seine Amtszeit mündete in den so genannten Investiturstreit, der für das Reich erst im Wormser Konkordat von 1122 beigelegt wurde. 1075 ließ Gregor VII. 27 Leitsätze, den sog. Dictatus Papae, aufzeichnen, in denen er unter anderem die Vorrangstellung der geistlichen Gewalt gegenüber weltlichen Machthabern betonte. Der Text wurde aber nicht als Propagandamittel verbreitet. Auf der römischen Fastensynode im gleichen Jahr suspendierte Gregor VII. einzelne nicht erschienene deutsche Bischöfe und lud die fünf Räte Heinrichs IV., die bereits 1073 wegen der Maßnahmen des Königs bei der Besetzung des Erzbistums Mailand exkommuniziert wurden, zur Verantwortung vor. Als Heinrich entgegen seiner Zusicherungen den Mailänder Erzstuhl erneut besetzte, sendete ihm Gregor ein ernstes Protest- und Mahnschreiben, das am Jahresanfang 1076 am Königshof mit Empörung aufgenommen wurde. Als Antwort auf wiederholte Vorhaltungen und Eingriffe des Papstes in Bistumsvorgänge nördlich und südlich der Alpen verfasste Heinrich auf einer Wormser Synode am 24. Januar 1076 ein Absageschreiben an Gregor, in dem er ihn mit den Worten "Steige herab, steige herab!" zur Abdankung aufforderte. Er argumentierte darin, dass der Papst im Gegensatz zum König nicht von Gott durch seine Geburt in sein Amt berufen werde, sondern von Menschen gewählt werde. Zahlreiche deutsche und oberitalienische Bischöfe unterstützten die Forderung. Gregor VII. belegte daraufhin Heinrich IV. und seine Anhänger umgehend mit dem Bann, was die politische Ordnung im Reich massiv erschütterte. Um sein Königtum zu retten, zog der Salier daraufhin dem Papst entgegen, der selbst über die Alpen ziehen wollte, um an Beratungen der deutschen Gegner Heinrichs teilzunehmen. In der Burg Canossa traf er auf Gregor, der ihn nach dreitägiger Bußübung am 28. Januar 1077 vom Bann löste. Allerdings währte der neu gewonnene Frieden nicht lange – im Frühjahr 1077 wählten die deutschen Fürsten Rudolf von Rheinfelden zum Gegenkönig. Heinrich IV. forderte vom Papst den sofortigen Bann Rudolfs, andernfalls drohte er mit der Ernennung eines Gegenpapstes. Im März 1080 erklärte Gregor den König erneut für abgesetzt, der daraufhin Erzbischof Wibert von Ravenna als Clemens III. als Gegenpapst aufstellte. Damit begann ein Schisma, das bis im Jahre 1111 andauerte, bis der letzte Gegenpapst der Wibertisten, Silvester IV., förmlich den Verzicht auf die Papstwürde leistete. Heinrich belagerte Rom und konnte es 1084 einnehmen. Während er von Clemens in St. Peter zum Kaiser gekrönt wurde, verschanzte sich Gregor in der Engelsburg. Von den Normannen befreit, verließ er schließlich Rom mit kleinem Gefolge und zog sich nach Salerno zurück. Dort starb er, ohne seine Überzeugungen preisgegeben zu haben, am 25. Mai 1085. 1606 wurde er von Papst Paul V. heilig gesprochen. Sein Todestag ist ein (nicht gebotener) Gedenktag der katholischen Kirche.

Weblinks


-
- [http://www.genealogie-mittelalter.de/paepste/gregor_7_papst_+_1085.html genealogie-mittelalter.de]

Literatur


- Blumenthal, Uta-Renate: Gregor VII. : Papst zwischen Canossa und Kirchenreform. - Darmstadt : Primus-Verl., 2001. - ISBN 3-896-78198-7
- Cowdrey, Herbert E.: Pope Gregor VII. - Oxford : Clarendon, 1998
- Englberger, Johann: Gregor VII. und die Investiturfrage. - Köln : Böhlau, 1996
- Kämpf, Helmut: Canossa als Wende. - Darmstadt : Wissenschaftl. Buchgem., 1976. - 3. Aufl.
- Tessore, Dag: Gregor VII. - Roma : Città nuova, 2003 ---- siehe auch: Gregorianische Reformen Kategorie:Mann Kategorie:Papst Kategorie:Heiliger Kategorie:Katholischer Theologe (11. Jh.) ja:グレゴリウス7世 (ローマ教皇) ko:교황 그레고리오 7세

Neue Hebriden

---Sidenote START---
Vanuatu ist eine Inselgruppe im Südpazifik und ein souveräner Staat, vormals Neue Hebriden. Sie bilden den gleichnamigen Inselstaat. Die Wirtschaft besteht meist aus Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus (etwa 50.000 Besucher 1997). Es existieren keine Bodenschätze.

Geographie

Der Archipel Vanuatu erstreckt sich über 1.300 km des Südpazifiks. Er setzt sich aus 82 Inseln vulkanischen Ursprungs zusammen. Nur wenige dieser Inseln haben eine Größe, die sie bedeutend macht. Die größten sind Espiritu Santo und Malekula. Besonders bemerkenswert ist der aktive Vulkan Mt. Yasur auf der Insel Tanna. Die Hauptstadt Port-Vila befindet sich auf der Insel Éfaté.

Geschichte

Die Inselgruppe wurde 1606 von spanischen Seefahrern entdeckt. Europäische Siedler ließen sich ab 1839 auf den Inseln der Neuen Hebriden nieder. 1907 besetzten Großbritannien und Frankreich die Inselgruppe und verwalteten sie als Kondominium bis zur Unabhängigkeit im Jahre 1980 gemeinsam.

Wirtschaft

Die Wirtschaft von Vanuatu ist trotz eines expandierenden Dienstleistungssektors noch stark landwirtschaftlich geprägt und somit anfällig für Naturkatastrophen und Wetterschwankungen. Durch diverse Wirtschaftsreformen wie die Einführung einer Mehrwertsteuer von 12,5 % gelang es, den Dienstleistungssektor zu stärken, so dass sich eine expandierende Tourismusindustrie und zunehmend einflussreiche Offshore-Banken entwickeln konnten.

Internet-Domain

Im Internet wurde Vanuatu durch seine kostenlose Top Level Domain .vu bekannt, die inzwischen nicht mehr kostenlos ist. Allerdings bieten eine Vielzahl anderer Registrare eine .vu-Subdomain wie zum Beispiel .de.vu kostenlos an. Über 42 Mio. Euro hat Vanuatu mit dem Verkauf der .vu-Domains verdient. Die Betreiber des KaZaA-Netzwerkes von Sharman Networks haben sich dort niedergelassen, um Verfahren in den Niederlanden zu entgehen und von Steuervorteilen zu profitieren. Auch WinMX, eine Peer2Peer-Software, wechselte seinen Standort dort hin.

Weblinks


- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=184 Seite des deutschen Auswärtigen Amt zu Vanuatu]
- [http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/nh.html Seite der CIA zu Vanuatu]
Kategorie:Staat Kategorie:Vanuatu Kategorie:Inselgruppe ja:バヌアツ ko:바누아투 ms:Vanuatu simple:Vanuatu th:ประเทศวานูอาตู zh-min-nan:Vanuatu

Türkenkrieg

Unter den Türkenkriegen versteht man die Kriege zwischen dem sich nach dem Untergang von Byzanz nach Norden und Westen ausbreitenden Osmanischen Reich und dem christlich geprägten Europa. Die wichtigsten Gegner der Osmanen waren dabei Österreich, Spanien, Venedig, Polen und Russland. Nach dem Sieg vom 28. Juni 1389 in der Schlacht auf dem Amselfeld und besonders nach der Schlacht von Mohács 1526 kam das expandierende Osmanische Reich in direkten Kontakt mit den großen Staaten Europas. Zunächst versuchte Venedig durch zahlreiche Kriege seinen Einfluss im östlichen Mittelmeer zu sichern, musste jedoch Rücksicht auf seine Handelsbeziehungen mit der Hohen Pforte nehmen. Hohen Pforte Die Hauptlast der Abwehrkriege trug das habsburgische Österreich. Es richtete vor allem in Kroatien die "Militärgrenze" ein, die mit Wehrbauern besiedelt wurde. Zunächst hart bedrängt, gelang es den Österreichern, die Türken, die jahrhundertelang inoffiziell mit Frankreich verbündet waren, seit der Zweiten Belagerung Wiens 1683 zurück zu schlagen und selbst in die Offensive zu gehen. Mit den Siegen von Zenta und Peterwardein konnte Ungarn von den Osmanen befreit werden. Einen entscheidenden Anteil daran hatten Ludwig Wilhelm von Baden genannt der Türkenlouis und der Feldherr Prinz Eugen von Savoyen. Ein weiterer Verbündeter Österreichs in der sog. Heiligen Liga war die Republik Venedig, die ab 1684 die gesamte Halbinsel Morea (Peloponnes) von den Türken erobern konnte. Mit diesem Krieg stieg Österreich zur Großmacht auf und das Osmanische Reich verlor mehr und mehr an Macht. Die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den christlichen Staaten Europas und dem Osmanischen Reich wurden auf drei Kontinenten ausgetragen. Neben Südosteuropa war zeitweilig auch Italien umkämpft, wo bereits 1480 ein osmanisches Heer Otranto eroberte. Mit den Osmanen verbündete Piratenflotten unternahmen im 16. Jahrhundert Plünderungszüge gegen spanische und italienische Küstenstädte. Das habsburgische Spanien unternahm seinerseits Feldzüge gegen das Osmanische Reich und seine Vasallen in Nordafrika und eroberte 1535 Tunis, während die Eroberung von Algier 1541 scheiterte. Durch die kolonialen Erwerbungen Portugals in Indien wurde auch Asien zum Schauplatz des Konflikts mit dem Osmanischen Reich. Von ihren Stützpunkten an der Westküste Indiens aus unternahmen die Portugiesen Angriffe auf osmanische Hafenstädte. Im Gegenzug griffen die Osmanen 1538 Diu an, das von seinen portugiesischen Kolonialherren verteidigt werden konnte. 1550 drangen die Portugiesen bis zum osmanisch beherrschten Basra in Mesopotamien vor. Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts expandierte Russland in südliche Richtung, mit dem langfristigen Ziel der Rückeroberung von Konstantinopel für die orthodoxe Christenheit. Die russischen Zaren beanspruchten als Erben des byzantinischen Kaisertums des weiteren die Schutzherrschaft über die orthodoxen Völker im Osmanischen Reich. Außerdem ging es um das Recht zur Durchfahrt der Meerengen, was wirtschaftliche Vorteile ermöglichen würde. Da sich Russland in den Kriegen gegen die Türken durchsetzen konnte und erheblich an Einfluss gewann, dagegen das Osmanische Reich immer weiter an Boden verlor (der kranke Mann am Bosporus) veränderte sich die Position der übrigen europäischen Staaten. Ihr Interesse bestand nunmehr darin, das Osmanische Reich zu erhalten, um ihre wirtschaftlichen Beziehungen nicht zu gefährden und keine politische Instabilität in der Region zu riskieren, und um einen weiteren Territorial- und Einflussgewinn Russlands zu verhindern, der zu einer russischen Hegemonie hätte führen können. Darum unterstützten sie die Osmanen im Krimkrieg gegen Russland. Die Türkenkriege fanden ihre Fortsetzung im ersten Balkankrieg und im weitesten Sinne auch noch im Ersten Weltkrieg. Siehe auch: Liste der Kriege, Liste von Schlachten, Reichstürkenhilfe

Literatur


- Klaus-Peter Matschke: Das Kreuz und der Halbmond. Die Geschichte der Türkenkriege, Winkler, Düsseldorf 2004. ISBN 3538071780

Weblinks


- [http://www.genealogy.net/privat/flacker/kriege.htm Übersicht über die österreichischen Türkenkriege]
- [http://www.kriegsreisende.de/absolutismus/candia.htm Artikel auf www.kriegsreisende.de über die Söldner im 6. Venezianischer Türkenkrieg]
- [http://www.tuerkenbeute.de Virtuelles Museum der "Karlsruher Türkenbeute"] Kategorie:Krieg Kategorie:Europäische Geschichte ! Kategorie:Geschichte Aserbaidschans Kategorie:Italienische Militärgeschichte

Union Jack

Union Jack ist der traditionelle Name der Nationalflagge des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland; offiziell wird sie Union Flag genannt. Die Bezeichnung "Jack" verweist auf die ursprüngliche Verwendung als Bugfahne bei (Kriegs-)schiffen hin (im Deutschen: "Gösch").

Entstehung

Der erste Union Jack wurde bereits 1606, lange vor der endgültigen Vereinigung Schottlands und Englands im Act of Union von 1707, geschaffen. Er stellte eine Überlagerung der englischen Flagge (rotes Kreuz auf weißem Grund, das sogenannte St. George's Cross(Georgskreuz)) und der schottischen Flagge (weißes Andreaskreuz auf blauem Grund) dar. Der Union Jack wurde infolge der Personalunion zwischen Schottland und England erstmals von 1606 bis 1649 benutzt. Nach der Revolution wurde bis 1654 eine um die Irische Harfe ergänzte Flagge Englands benutzt. 1654 bis 1660 wurde der Union Jack mit einer Harfe in der Mitte benutzt. Von 1660 bis 1801 wurde dann wieder der ursprüngliche Union Jack benutzt. 1801 wurde mit der politischen Integration Irlands auch die damalige Irische Flagge (rotes Andreaskreuz auf weißem Hintergrund, das sogenannte St. Patrick's Cross) in den Union Jack aufgenommen. 1809 wurde der Union Jack durch das Parlament zur britischen Nationalflagge erklärt. Die Flagge von Wales als viertem britischen Staat hat dagegen nie Aufnahme in den Union Jack gefunden, da Wales schon 1536, also lange vor der Gründung des Vereinigten Königreiches, an England endgültig angeschlossen wurde.

Ensigns

Die Royal Navy benutzte bis zur Flottenreform 1864 3 Abwandlungen des Union Jacks:
- Die Blue Ensign dient als Dienstflagge zur See. Ihre Benutzung ist staatlichen Behörden vorbehalten. Seit 1865 wurde den abhängigen Gebieten erlaubt, sie mit einem Wappen (Badge) zu ergänzen und eigene Flaggen zu bilden, woraus diverse Kolonialflaggen entstanden, die teilweise bis heute Bestand haben und zur Grundlage einiger heutiger Nationalflaggen wurden.
- Die Red Ensign (auch civil ensign; engl.: Bürgerflagge) wurde zur Handelsflagge. Großbritannien, abhängige Gebiete und auch ehemalige Kolonien benutzen bis heute die Red Ensign als Flagge ihrer Handelsschiffe. Sie ist die Grundlage der Flaggen der Bermudas und einiger kanadischer Provinzen.
- Die White Ensign ist seit 1864 die einzige Flagge der Royal Navy. Sie ist die Seekriegsflagge.

Weitere Ensigns

Abhängige Gebiete

Seit 1865 war es englischen Kolonien und abhängigen Gebieten erlaubt, die Blue Ensign mit einem eigenen Wappen zu ergänzen. Es wurde auch Privatpersonen erlaubt, eine entsprechende Red Ensign zu führen. In einigen Fällen, wie z.B. in Südafrika oder den Bermudas, wurde aber auch die Red Ensign zur Nationalflagge. Die einzige Ausnahme stellt die Flagge des Britischen Antarktis-Territoriums dar, die eine Version der White Ensign ist. Beispiele sind die Flaggen der Falklandinseln, Bermudas oder die Kolonialflagge Südafrikas. Südafrikas Südafrikas Südafrikas

Abhängige Gebiete mit Union Jack Flaggen


- Flagge Anguillas
- Flagge des Britischen Antarktis-Territoriums
- Flagge Bermudas
- Flagge der Britischen Jungferninseln
- Flagge der Kaimaninseln
- Flagge der Falklandinseln
- Flagge von Montserrat
- Flagge der Pitcairninseln
- Flagge von Saint Helena
- Flagge von Südgeorgien und den Südlichen Sandwichinseln
- Flagge der Britischen Territorien im Indischen Ozean
- Flagge der Turks- und Caicosinseln

Andere Staaten

Zahlreiche ehemaligen Kolonien enthalten in ihren Nationalflaggen im vorderen Obereck (vom Betrachter aus links, an der mastzugewandten Seite) die britische Flagge. Beispiele sind die Flaggen Australiens, Fidschis und Neuseelands. Teilweise werden in diesen Ländern auch entsprechende Red Ensigns als Handelsflagge und White Ensigns als Marineflagge geführt. Neuseelands Neuseelands Neuseelands Neuseelands Hawaii, heute 50. Bundesstaat der USA, führt ebenfalls den Union Jack im vorderen Obereck seiner Staatsflagge. Als die Amerikaner auf Hawaii sahen, dass König Kamehameha den britischen Union Jack gehisst hatte (er tat das, weil er ihn als Geschenk von den Briten bekam), beschwerten sie sich darüber, da die USA mit dem Vereinigten Königreich im Krieg lagen. Daraufhin hisste er die US-Flagge. Alsbald beschwerten sich die Briten. Um beide Nationen zufrieden zu stellen, entwickelte der König zusammen mit einem Kapitän die Hawaiianische Flagge: Links oben war der Union Jack, der Rest bestand wie bei der US-Flagge aus Streifen, allerdings in den Farben weiß-rot-blau. US-Flagge Eine weitere Besonderheit stellte die bis 1994 benutzte Flagge Südafrikas dar. Gemeinsam mit den Flaggen der Burenrepubliken bildete der Union Jack das Wappen.

Aktuelle National- und Provinzflaggen mit dem Union Jack


- Flagge Australiens
  - Flagge von New South Wales
  - Flagge von Queensland
  - Flagge von South Australia
  - Flagge von Tasmanien
  - Flagge von Victoria
  - Flagge von Western Australia
- Flagge Fidschis
- keinen Union Jack benutzt Kanada (seit 1965)
  - Flagge von British Columbia
  - Flagge von Manitoba
  - Flagge von Ontario
- Flagge Neuseelands
  - Flagge der Cookinseln
- Flagge Tuvalus
- keinen Union Jack benutzen die USA (seit 1776)
  - Flagge Hawaiis

Historische Union Jacks

Da es seit 1865 Kolonien und abhängigen Gebieten erlaubt war, eigene Flaggen zu führen, die zumeist auf der Blue Ensign basierten, entstanden diverse Kolonialflaggen, die teilweise auch nach der Unabhängigkeit Bestand hatten.
- historische Flagge der Elliceinseln bis 1978
- historische Flagge Fidschis bis 1970
- historische Flagge Gambias bis 1965
- historische Flagge Ghanas bis 1957
- historische Flagge der Gilbertinseln bis 1979
- historische Flagge Grenadas bis 1967
- historische Flagge Guyanas bis 1966
- historische Flagge Hongkongs bis 1997
- historische Flagge Britisch-Indiens bis 1947
- historische Flagge Jamaikas bis 1962
- historische Flagge Kanadas bis 1965
- historische Flagge Kenias bis 1963
- historische Flagge Malawis bis 1963
- historische Flagge Maltas bis 1947
- historische Flagge von Mauritius bis 1968
- historische Flagge Nigerias bis 1960
- historische Flagge Nordrhodesiens bis 1963
- historische Flagge Sarawaks bis 1963
- historische Flagge Südafrikas bis 1928
  - mit Union Jack als Wappenbestandteil bis 1994
- historische Flagge Südjemens bis 1963
- historische Flagge Südrhodesiens bis 1964 (hellblau bis 1968)
- historische Flagge Ugandas bis 1962
- historische Flagge der USA (nur teilweise und kurzzeitig 1776)
- historische Flagge der Zentralafrikanischen Förderation bis 1963
- historische Flagge Zyperns bis 1960 Siehe auch: Flagge von England, Flagge von Schottland, Flagge von Wales, Flagge von Nordirland Großbritannien Kategorie:Großbritannien ja:ユニオンジャック

Nordamerika

Nordamerika ist der nördliche Teil des amerikanischen Doppelkontinentes, umgeben nördlich vom Arktischer Ozean, östlich vom Atlantischen Ozean, südlich von der Karibik und westlich vom Pazifischen Ozean. Es ist der drittgrößte Kontinent der Erde, nach Asien und Afrika und umfasst einschließlich Grönland, der mittelamerikanischen Landbrücke und der Karibik eine Fläche von 24.230.000 km² . Nordamerika hat 454.225.000 Einwohner und ist damit Nr. 4 hinter Asien, Afrika und Europa. Südamerika und Nordamerika wurden nach Amérigo Vespucci benannt. Er kam als Erster auf die Idee, dass das Land, das Christoph Kolumbus entdeckt und als Indien angesehen hatte, ein eigener Kontinent sei. Die Verbindung von Nord- und Südamerika ist die Landenge von Panama. Häufig wird Mittelamerika oder Zentralamerika als eigener Kontinent genannt, jedoch ist Mittelamerika höchstens eine Region wie z.B. Westeuropa und gehört zu Nordamerika.

Geologische Eigenheiten

Westeuropa Fast die gesamte Fläche Nordamerikas SeX sich auf der Nordamerikanischen Platte. Teile Kaliforniens sind bekannt als Rand der Pazifischen Platte, wo die zwei Platten an der San-Andreas-Verwerfung aufeinandertreffen. Seit 1931 ist Rugby, North Dakota offiziell der geographische Mittelpunkt Nordamerikas. Die Position wurde mit einem 4,5 m hohen Steinobelisken markiert.
Image:North america rock metamorphic.jpg|Metamorphe Gesteine Image:North america rock plutonic.jpg|Magmatisches Gestein Image:North america rock sedimentary.jpg|Sedimentgestein Image:North america rock volcanic.jpg|Vulkangestein

Wirtschaft

Die Wirtschaft Nordamerikas umfasst mehr als 440 Millionen Menschen in 23 Staaten und ist geprägt von den starken Unterschieden zwischen den reichen Ländern USA und Kanada, welche zu den wohlhabensten Ländern der Welt gezählt werden. Auf der anderen Seite sind die armen Länder Mittelamerikas und der Karibik. Mexiko ist irgendwo dazwischen. Obwohl Mexiko Teil der NAFTA und der OECD ist, ist es trotzdem um einiges ärmer als die nördlichen Nachbarn. Handelsvereinigungen in Nordamerika:
- Asia-Pacific Economic Cooperation (APEC) ist eine Wirtschaftsvereinigung von weltweit 21 Staaten. Von Nordamerika sind Mexiko, USA und Kanada Mitglieder.
- Karibische Gemeinschaft (CARICOM) ein Zusammenschluss 15 karibischer Staaten.
- Central American Free Trade Agreement (CAFTA) ist ein Freihandelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten, Costa Rica, der Dominikanischen Republik, El Salvador, Guatemala, Honduras und Nicaragua.
- North American Free Trade Agreement (NAFTA, Nordamerikanische Freihandelsabkommen) ist ein ausgedehnter Wirtschaftsverbund zwischen Kanada, den USA und Mexiko und bildet eine Freihandelszone.

Geschichte

Freihandelszone Viele nordamerikanische Urvölker waren bei der Entdeckung durch die Europäer sesshaft (auch in großen Städten) und betrieben bereits ausgiebig Ackerbau und Viehzucht, einige waren Sammler und Jäger. Nachdem sich ihre Bevölkerungszahl aufgrund von fehlender Resistenz gegenüber aus Europa eingeschleppten Krankheiten um etwa 90% dezimiert hatte, waren Sie zahlenmässig stark unterlegen. So gründeten viele Urvölker neue Stämme und Vereinigungen als Reaktion zur Europäischen Besiedlung. Bekannte Gruppen sind Huron, Mohawk, Apache, Cherokee, Sioux, Mohegan, Iroquois und Inuit. Die ersten Europäer, die Nordamerika erreichten (Neufundland), waren die Wikinger, welche es Vinland bezeichneten. Sie erreichten es um das Jahr 1000. Obwohl sie einige Siedlungen errichteten, hinterließen sie kaum bleibende Spuren am Kontinent. Nachdem Christopher Columbus 1492 Amerika entdeckte, waren die Spanier die ersten Europäer die in Nordamerika blieben. Sie kontrollierten bald die großen Inseln der Karibik und besiegten die Azteken, und erhielten auch die Kontrolle über Mittelamerika und Mexiko. Während einige kleinere Länder wie die Niederlande oder die Schweden nur kleinere Besitzungen auf dem Kontinent hatten, wurde der Kontinent zwischen den Spaniern, den Franzosen und den Englischen Erobern aufgeteilt. Die ersten englischen Siedlungen waren Jamestown und Plymouth Rock, welche jetzt Virginia und Massachusetts sind. Die ersten französischen Siedlungen waren Port Royal und Québec in den jetzigen kanadischen Provinzen Nova Scotia und Québec.

Regionale und politische Unterteilung

Québec Auf der Hauptlandmasse befinden sich drei große und relativ bevölkerungsreiche Länder:
- Kanada - viele kleine Inseln am Ufer von Nordamerika gehören zu Kanada, inklusive der Vancouver Island und der Queen Charlotte Islands im Westen; der Prinz-Edward-Insel, Neufundland und Cape Breton im Osten sowie der Ellesmere Insel , Baffininsel und der Victoria Insel im Norden.
- Mexiko - die Revillagigedo Inseln und unzählige kleinere Inseln gehören zu Mexiko.
- die Vereinigten Staaten - Die 48 zusammenhängenden Staaten und Alaska sind im Gegensatz zu Hawaii im Pazifischen Ozean Teil von Nordamerika. Am Südende des Kontinents, in dem relativ kleinen Bereich Mittelamerika, befinden sich folgende Länder:
- Belize
- Costa Rica
- El Salvador
- Guatemala
- Honduras
- Nicaragua
- Panama 1 Am Südostende des Kontinentes befinden sich viele Inselstaaten, die Karibik:
- Antigua und Barbuda
- Bahamas
- Barbados
- Kuba
- Dominica
- Dominikanische Republik
- Grenada
- Haiti
- Jamaika
- Saint Kitts und Nevis
- Saint Lucia
- St. Vincent und die Grenadinen
- Trinidad und Tobago 1 und die abhängigen Inseln:
- Anguilla (britisches Überseegebiet des Vereinigten Königreichs)
- Aruba 2 (Teil des Königreiches der Niederlande)
- Kaimaninseln (britisches Überseegebiet des Vereinigten Königreichs)
- Guadeloupe (Überseedépartement und eine Region Frankreichs)
- Martinique (Überseedépartement und eine Region Frankreichs)
- Montserrat (britisches Überseegebiet des Vereinigten Königreichs)
- Navassa (nichtinkorporiertes amerikanisches Außengebiet der USA)
- Niederländische Antillen 1 (Teil des Königreiches der Niederlande)
- Puerto Rico (nichtinkorporiertes amerikanisches Außengebiet der USA)
- Turks- und Caicosinseln (britisches Überseegebiet des Vereinigten Königreichs)
- Britische Jungferninseln (britisches Überseegebiet des Vereinigten Königreichs)
- Amerikanische Jungferninseln (nichtinkorporiertes amerikanisches Außengebiet der USA) Im Atlantischen Ozean befindlich, aber trotzdem zu Nordamerika gezählt werden folgende abhängige Inseln:
- Bermuda, ein (britisches Überseegebiet des Vereinigten Königreichs) das sich ca. 1.072 km südöstlich von New York City
- Grönland, die größte Insel der Welt ist ein autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark
- St. Pierre und Miquelon ist eine französische Gebietskörperschaft bestehend aus mehreren Inseln an der Südküste von Neufundland 1 Diese Staaten abhängige Inseln befinden sich sowohl in Nord- als auch Südamerika.
2 Diese abhängigen Inseln befinden sich in Südamerika, werden aber wegen historischer und kultureller Gründe trotzdem zu Nordamerika gezählt.
Die USA, Kanada und andere englischsprachige Nationen Amerikas werden manchmal als Angloamerika bezeichnet, während die anderen nord- und südamerikanischen Nationen als Lateinamerika bezeichnet werden. Die Bezeichnung "Nordamerika" hat öfters verschiedene Bedeutung für verschiedene Menschen. Im Alltagsgebrauch in Kanada und den USA bezeichnet Nordamerika manchmal nur die USA und Kanada. Die Menschen in Mexiko und den Ländern in Mittelamerika sehen sich selbst aber sehr wohl als Teil Nordamerikas. ja:北アメリカ ko:북아메리카 simple:North America th:ทวีปอเมริกาเหนือ zh-min-nan:Pak Bí-chiu

Virginia

Virginia [] ist heute ein US-Bundesstaat der südatlantischen Gruppe der USA mit einer Fläche von 105.711 km² und etwa 7,39 Millionen Einwohnern (2003). Es umfasst Teile der südatlantischen Küstenebene, des Piedmont und der Südappalachen. Der offizielle Name ist Commonwealth of Virginia und die Hauptstadt ist Richmond. Neben Virginia bezeichnen sich nur drei weitere Staaten (Kentucky, Massachusetts und Pennsylvania) der 50 Vereinigten Staaten als Commonwealth. West Virginia ist ein eigenständiger Staat, der sich im 19. Jahrhundert von Virginia lossagte.

Geschichte

Den Namen erhielt Virginia zu Ehren der englischen Königin Elisabeth I. von Walter Raleigh im Zuge seiner Expedition von 1584, als er die erste Ansiedlung auf Roanoke Island gründete. Da Elisabeth I. den Beinamen die „jungfräuliche Königin“ hatte (engl. Virgin Queen) und es aus der Sicht der Kolonialisten schließlich um die Besiedlung und Urbarmachung eines ebensolchen Landes ging, wurde dieser Name gewählt. Allerdings bezeichnete man damit einst ein Gebiet, welches die späteren Staaten Virginia, West Virginia, North Carolina, Kentucky, Tennessee und Ohio beinhaltete. Von den Ureinwohnern Virginias am besten bekannt sind die zur Algonkin-Sprachfamilie gehörenden Powhatan, die nahe der Küste lebten. Weitere Gruppen waren die zur Irokesen-Sprachfamilie gehörenden Nottaway und Meherrin südwestlich von diesen, die zur Sioux-Sprachfamilie gehörenden Monacan und Saponi, die im Vorland der Appalachen wohnten, und die Cherokee im äußersten Westen des Staates. Die erste englische Siedlung von Bestand war die 1607 von der Virginia Company gegründete Niederlassung Jamestown. Der zweite Gouverneur der Kolonie wurde Lord De La Warr. Deutsche Einwanderer aus dem Siegerland gründeten 1714 die Kolonie Germanna. Germanna wurde nach Deutschland (Germany) und der damaligen britischen Königin Anne benannt. Später schlossen sich die Bürger Virginias als zehnte den ursprünglich 13 Kolonien des jungen Staatbunds 1788 an. Als Heimat von vielen so genannten Gründungsvätern, insbesondere Patrick Henry, Thomas Jefferson, James Madison, George Mason und George Washington, spielte der Staat eine herausragende Rolle. Denn vier der ersten fünf Präsidenten kamen aus Virginia. Im amerikanischen Bürgerkrieg bzw. Sezessionskrieg war Richmond die Hauptstadt der Südstaaten (vergleiche Konföderierten Staaten von Amerika), denen das Land von 1861-1865 angehörte. Als sich diverse Staaten zur Konföderation umbildeten, trennten sich einige Landkreise, die bei der Union bleiben wollten, vom virginischen Stammland und formierten sich zu West Virginia, was 1870 vom Verfassungsgericht gebilligt wurde. 1990 wählte man Douglas Wilder zum ersten afro-amerikanischen Gouverneur eines Bundesstaates

Statistische Daten


- Gouverneur: Mark R. Warner (bis Januar 2007)
- Senatoren: John Warner (Republikaner) (bis Januar 2009) und George Allen, (Republikaner) (bis Januar 2007)
- Bruttosozialprodukt/Kopf 2001: $ 32.338 Größte Städte (Einwohner 1. Juli 2004)
- Virginia Beach - 440.098
- Norfolk - 237.835
- Chesapeake - 214.725
- Richmond - 192.494
- Arlington - 186.117
- Newport News - 181.913
- Hampton - 145.951
- Alexandria - 128.206
- Portsmouth - 99.291
- Roanoke - 92.352
- Suffolk - 76.586
- Lynchburg - 64.932
- Danville - 46.371
- Harrisonburg - 41.066
- Blacksburg - 39.212
- Manassas - 37.615
- Charlottesville - 36.605
- Leesburg - 34.828
- Petersburg - 32.757

Geographie

Petersburg Virginia wird umgrenzt von West Virginia, Maryland, und dem District of Columbia über den Potomac River im Norden, der Chesapeake Bay und dem Atlantik im Osten, durch North Carolina und Tennessee im Süden, sowie von Kentucky im Westen. Virginia teilt sich mit Maryland jeweils knapp eine Hälfte des ausgedehnten städtischen Ballungsraumes um den Bundesdistrict Washington D.C. Dazu gehört neben dem Flughafen Dulles International auch Arlington County, wo sich eine Vielzahl amerikanischer Bundesbehörden, darunter das Pentagon befinden. Der westliche Teil des Landes, entlang der Grenzen zu West Virginia und Kentucky gehört zu den Appalachen, deren höchster Berg innerhalb von Virginia der 1746 Meter hohe Mount Rogers ist. In den Appalachen befindet sich auch der Shenandoah National Park, einer der am meisten besuchten National Parks der USA.
- Liste der Städte in Virginia
- Liste der Countys in Virginia
- Liste der Flüsse in Virginia

Wirtschaft

Bedeutendes Tabak-, Baumwoll-, Mais- und Weizengebiet; Viehzucht, Austernfischerei; reiche Bodenschätze: Kohle-, Eisen-, Holz-, Papier-, Glas-, Tabakverarbeitung; Schiffbau.

Berühmte Persönlichkeiten Virginias

Schiffbau
- Arthur Ashe, Tennisspieler, Richmond
- Pearl Bailey, Sängerin, Newport News
- Warren Beatty, Schauspieler, Richmond
- George Bingham, Maler, Augusta City
- Rita Mae Brown, Schriftstellerin, Charlottesville
- Richard E. Byrd, Polarforscher, Winchester
- William Clark, Entdecker, Caroline City
- John Colter, Entdecker
- Joseph Cotten, Schauspieler, Petersburg
- Missy Elliott, Rapperin, Portsmouth
- Ella Fitzgerald, Jazz-Sängerin, Newport News
- William Henry Harrison, Präsident der USA, Charles City County
- Bruce Hornsby, Pianist und Singer-Songwriter, Williamsburg
- Chad Hugo, Musiker und Musikproduzent, Portsmouth
- Allen Iverson, Basketballspieler, Hampton
- Thomas Jefferson, Präsident der USA, Shadwell
- Henry Lee, US-amerikanischer Kavallerieoffizier, Generalmajor und Politiker, Dumfries
- Robert E. Lee, General der Konföderation, Stratford
- Meriwether Lewis, Entdecker, Ambemarle Cty
- Shirley MacLaine, Schauspielerin, Richmond
- James Madison, Präsident der USA, Port Conway
- Moses Malone, Basketballspieler, Petersburg
- Cyrus Hall McCormick, Erfinder, Rockbridge Cty
- James Monroe, Präsident der USA, Westmoreland
- Alonzo Mourning, Basketballspieler, Chesapeake
- Opechancanough, Stammesführer der Powhatan
- John Payne, Schauspieler, Roanoke
- Bill "Bojangles" Robinson, Tänzer, Richmond
- George C. Scott, Schauspieler, Wise
- Jeb Stuart, Reiter-General der Konföderation, Patrick Cty
- Thomas Sumter, General, Hanover Cty
- Zachary Taylor, Präsident der USA, Orange Cty
- John Tyler, Präsident der USA, Charles City
- Michael Vick, American Football Profi, Newport News
- Booker T. Washington, Pädagoge, Franklin Cty
- George Washington, Präsident der USA, Westmoreland
- Pharrell Williams, Musiker und Musikproduzent, Virginia Beach
- Woodrow Wilson, Präsident der USA, Staunton
- Tom Wolfe, Journalist und Schriftsteller, Richmond
- Phil Vassar, Country Musik Star, Lynchberg
- Mike Barr, American Football Profi, Forest
- Liste der Gouverneure von Virginia

Sonstiges


- Motto: Sic semper tyrannis. (Auf der Nationalflagge mit niedergeworfenem Tyrannen zu sehen.) :Das Wappen wurde von George Wythe entworfen, der auch die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben hatte. Das 1776 bereits allgemein verwendete Nationalsymbol wandelte man 1930 leicht ab.
- Staatsvogel: Roter Kardinal
- Hymne: Ehemals „Carry Me Back to Old Virginny“. :Dem Lied wurde in den 90er Jahren der Status wegen rassistisch fragwürdigen Inhaltes aberkannt.

Literatur


- Rubin, L. D. jr.: Virginia. A history, New York 1977
- Bodine, A. A.: Face of Virginia, 2. Aufl. Baltimore 1972

Weblinks


- [http://www.virginia.gov/cmsportal/ Offizielle Homepage des Bundesstaates Virginia]
- [http://www.virginia.org Homepage des Fremdenverkehrsamtes des Staates Virginia]
- [http://www.usembassy.de/usa/virginia.htm Grundlegende zweisprachige Informationen der amerikanischen Botschaft zu Virginia]
- [http://www.germanna.org/ Germanna (deutsche Kolonie)]
- [http://www.lva.lib.va.us Library of Virginia]
- [http://www.civilwartrails.org Civil War]
- [http://www.history.org Colonial Williamsburg]
- [http://www.vahistorical.org Virginia Historical Society]
- [http://www.apva.org Association for the Preservation of Virginia Antiquties]
- [http://www.historyisfun.org Jamestown/Yorktown]
- [http://www.nps.gov National Park Service] Kategorie:US-Bundesstaat ja:バージニア州 ko:버지니아 주

1. Januar

Der 1. Januar (in Österreich: 1. Jänner) ist der 1. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit bleiben 364 Tage (in Schaltjahren 365 Tage) bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 153 v. Chr. - die römischen Konsuln beginnen ihre Amtszeit erstmals am 1. Januar statt am 1. März; daher ist der 1. Januar heutzutage der Jahresanfang.
- 1438 - Albrecht II. von Habsburg wird König von Ungarn.
- 1651 - Karl II. wird zum König von Schottland gekrönt.
- 1683 - Gründung der kurbrandenburgischen Kolonie Groß Friedrichsburg.
- 1700 - Zar Peter der Große ersetzt die bis dahin in Russland geltenden byzantinische Jahreszählung ab Erschaffung der Welt durch den julianischen Kalender mit Jahreszählung ab der Geburt Christi.
- 1707 - Johann V. wird König von Portugal.
- 1801 - Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland zusammengeschlossen.
- 1806 - Bayern und Württemberg werden zu Königreichen.
- 1814 - Rheinüberquerung des preußischen Generalfeldmarschalls Blücher bei Kaub
- 1824 - In Preußen werden die ersten öffentlichen Briefkästen aufgestellt.
- 1834 - Der Deutsche Zollverein als Zusammenschluss der deutschen Bundesstaaten tritt in Kraft, er ist eine Vorstufe des Deutschen Reichs.
- 1842 - In Köln wird die Rheinische Zeitung als Blatt des bürgerlichen Liberalismus gegründet.
- 1858 - Nach Auflösung der Ostindien-Kompanie übt die britische Regierung in Indien die Macht nun direkt aus.
- 1863 - Mit dem Inkrafttreten der von Abraham Lincoln unterzeichneten Emanzipationsakte erhalten die Schwarzen in den USA die rechtliche Freiheit.
- 1872 - Ein einheitliches Strafgesetzbuch für alle deutschen Bundesstaaten tritt in Kraft.
- 1877 - Königin Victoria von Großbritannien wird Kaiserin von Indien.
- 1885 - Die Brüder Montgolfier überqueren den Ärmelkanal in einem Heißluftballon.
- 1891 - Deutsch-Ostafrika wird deutsche Kolonie.
- 1891 - Die erste Ausgabe des sozialdemokratischen Parteiblatts Vorwärts seit dem Verbot von 1878 erscheint in einer Auflage von 10.000 Exemplaren.
- 1893 - In Zürich werden elf umliegende Gemeinden eingemeindet.
- 1899 - Ende der spanischen Herrschaft auf Kuba.
- 1900 - In Deutschland tritt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) in Kraft
- 1900 - Das Personenstandsgesetz tritt auf Helgoland in Kraft. Ehen müssen ab sofort vor einem Standesbeamten geschlossen werden.
- 1900 - Das Invalidenversicherungsgesetz tritt im Deutschen Reich in Kraft.
- 1900 - Jahrhundertfeier im Berliner Zeughaus, veranstaltet von Kaiser Wilhelm II..
- 1900 - In Österreich-Ungarn wird die Österreichische Krone ausschließliches Zahlungsmittel. Die neue Goldwährung ersetzt den Gulden, der seit 1892 langsam aus dem Verkehr gezogen wird.
- 1900 - Italiens König Umberto I. erlässt eine Amnestie.
- 1901 - Das deutsche Urheberrechtsgesetz tritt in Kraft.
- 1901 - Das Commonwealth of Australia wird als bundesstaatliche parlamentarische Monarchie mit der britischen Königin als Staatsoberhaupt gegründet. parlamentarische Monarchie
- 1903 - König Eduard VII., König von Großbritannien und Irland, wird Kaiser von Indien.
- 1903 - Die neue Rechtschreibreform im Deutschen Reich, Österreich und in der Schweiz tritt in Kraft.
- 1904 - Ein erstes Staatsministerium für Verkehrsangelegenheiten wird in Bayern eingerichtet.
- 1904 - Das „Büro für Sozialpolitik“ wird in Berlin eröffnet.
- 1904 - Leistungsänderung auf 26 Wochen Leistung im Krankenversicherungsgesetz tritt in Kraft.
- 1905 - Die deutsche Kolonie Togoland wird in Togo umbenannt.
- 1905 - Paul Freiherr Gautsch von Frankenthurn wird neuer österreichischer Ministerpräsident.
- 1906 - Helmuth Johannes Ludwig von Moltke wird als Nachfolger von Alfred Graf von Schlieffen der Chef des Generalstabs der Armee.
- 1907 - Das Rentenzuschussgesetz tritt in Frankreich in Kraft.
- 1919 - Gründung der Kommunistischen Partei Deutschlands.
- 1928 - Die Visumpflicht zwischen dem Deutschen Reich und Großbritannien wird aufgehoben.
- 1928 - In Sierra Leone wird die Sklaverei per Gesetz abgeschafft.
- 1929 - José María Moncada wird neuer Staatspräsident von Nicaragua.
- 1929 - Der in München aufgelegte Völkische Beobachter erscheint erstmals als Berliner Ausgabe.
- 1930 - Die kommunistische Zeitung Daily Worker erscheint erstmals in Großbritannien.
- 1931 - Die NSDAP-Reichsleitung zieht um in das Braune Haus in München.
- 1934 - Gauleiter Friedrich Hildebrandt wird neuer Reichsstatthalter für Mecklenburg und Lübeck.
- 1934 - Das Land Mecklenburg wird aus den Ländern Mecklenburg-Strelitz und Mecklenburg-Schwerin gegründet
- 1934 - Neuer Lordsiegelbewahrer in Großbritannien wird Anthony Eden.
- 1934 - Das Sterilisierungsgesetz, bereits am 14. Juli 1933 verabschiedet, tritt in Deutschland in Kraft. Es sieht vor, dass Menschen, die an so genannten Erbkrankheiten leiden, durch einen chirurgischen Eingriff auch gegen ihren eigenen Willen unfruchtbar gemacht werden können.
- 1934 - Alcatraz wird zu einem Bundesgefängnis der USA umfunktioniert.
- 1935 - Tripolitanien und Cyrenaika, Italiens nordafrikanische Kolonien, werden zur Kolonie Libia zusammengeschlossen.
- 1937 - Um den Bedarf der Rüstungsindustrie zu decken wird im Deutschen Reich die Verwendung von Edelstahl für andere Artikel verboten.
- 1937 - in China wird General Chang Hsüeh-liang wegen angeblicher Anstiftung zum Aufstand in der Provinz Xian von einem Militärgericht zu vier Jahren Gefängnis verurteilt.
- 1937 - Anastasio Somoza Garcia wird Präsident von Nicaragua.
- 1937 – Die japanische Komponistin Keiko Abe wird in Tokio geboren.
- 1938 - Juden im Deutschen Reich wird das Betreiben von Einzelhandelsgeschäften und Handwerksbetrieben, das Anbieten von Waren und Dienstleistungen untersagt.
- 1938 - Alle nach den Nürnberger Gesetzen jüdischen Ärzte werden aus der Ersatzkassenpraxis im Deutschen Reich ausgeschlossen.
- 1938 - Aufgrund der steigenden Zahl von Verkehrsopfern wird das Gesetz über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen geändert. Dazu gehört vor allem das unbedingte Rechtsfahrgebot auf allen Straßen.
- 1938 - Der chinesische Ministerpräsident Chiang Kai-shek legt sein Amt nieder.
- 1938 - Durch eine Änderung des dänischen Erbgesetzes werden uneheliche Kinder ehelichen Kindern gleichgestellt.
- 1939 - Die Namensänderungsverordnung für Juden im Dritten Reich tritt in Kraft.
- 1939 - Das im Vorjahr eingeführte Pflichtjahr für arbeitslose ledige weibliche Jugendliche unter 25 Jahren gilt ab sofort für alle.
- 1939 - Das am 30. April 1938 beschlossene Jugendschutzgesetz und die Arbeitszeitverordnung treten in Kraft.
- 1940 - Die Studentische Dienstpflicht tritt im Deutschen Reich in Kraft.
- 1941 - Änderung des Bürgerrechts in der Schweiz. Eine Aberkennung der Bürgerrechte ist jetzt möglich.
- 1942 - Der weitere Ausbau der Reichsautobahn wird eingestellt. Nahezu 4000 km wurden fertiggstellt.
- 1942 - In Schweden werden Textilien ab sofort rationiert - Einführung der Kleiderkarte.
- 1942 - Die diplomatischen Beziehungen Venezuelas zu Italien, Japan und dem Deutschen Reich werden abgebrochen.
- 1942 - Unterzeichnung der Gründungserklärung der Vereinten Nationen durch 26 Staaten in Washington, D.C..
- 1943 - Auf Vorschlag des Deutschen Normenausschusses beginnt die Woche in Deutschland jeweils sonntags um 0.00 Uhr und endet am darauf folgenden Samstag um 24.00 Uhr. Erst 1976 wird der Wochenbeginn auf Montag umgestellt.
- 1943 - Die erste Panzerarmee an der Ostfront beginnt mit ihrem Rückzug aus dem Kaukasus.
- 1943 - Die Gemeinden Frýdek und Místek werden mit umliegenden Orten zur gemeinsamen Bezirksstadt Frýdek-Místek zusammengeschlossen.
- 1944 - Im Deutschen Reich werden die Postleitzahlen durch das Reichspostministerium eingeführt.
- 1944 - Endgültige Unabhängigkeit für den Libanon und Syrien.
- 1944 - Neuer Oberbefehlshaber der Heeresgruppe B wird Generalfeldmarschall Erwin Rommel.
- 1946 - Der neuerbaute Flughafen Heathrow Nähe London wird eröffnet.
- 1946 - Die letzten US-amerikanischen Besatzungstruppen werden aus dem Iran abgezogen.
- 1946 - Unterzeichnung des Friedensvertrags zwischen Indien, Großbritannien und Thailand in Bangkok.
- 1947 - Inkrafttreten des Vertrages über die Vereinigung der britischen und amerikanischen Besatzungszone Deutschlands zur Bizone.
- 1948 - Enrico De Nicola wird erster italienischer Staatspräsident.
- 1948 - Neuer Generaldirektor bei VW (Wolfsburger Volkswagenwerk) wird Heinrich Nordhoff.
- 1948 - Verstaatlichung der Eisenbahnen in Großbritannien.
- 1948 - Das Zollabkommen zwischen den Benelux-Staaten Belgien, Niederlande und Luxemburg tritt in Kraft.
- 1948 - Die zuvor beschlossene republikanische Verfassung tritt in Kraft und macht Italien zur Republik.
- 1949 - Thailand wird Mitglied in der UNESCO.
- 1949 - Die vom Wirtschaftsrat erlassene Kraftfahrzeug-Benutzungsverordnung tritt in Kraft, womit Ausflugs- und Vergnügungsfahrten verboten sind.
- 1949 - Österreich erhält von Großbritannien die Kontrolle über die Grenze zu Italien zurück.
- 1949 - Juan Manuel Gálvez tritt sein Amt als Staatspräsident von Honduras an.
- 1949 - Indien und Pakistan vereinbaren einen Waffenstillstand zur Beilegung des Konflikts über Kaschmir.
- 1951 - Beginn des ersten 5-Jahresplans der DDR.
- 1951 - Vorstellung der deutschen Nationalhymne durch Bundespräsident Theodor Heuss.
- 1951 - Als erster Staat erklärt Indien den Kriegszustand mit Deutschland offiziell für beendet.
- 1952 - Die neue Verfassung Griechenlands tritt in Kraft und regelt die Verteilung von Grundbesitz neu.
- 1953 - Ausrufung der Republik Malediven.
- 1953 - Die Sowjetunion gibt China die Tschangtschun-Eisenbahn zurück.
- 1953 - Die DDR erklärt das neue Jahr offiziell zum Karl-Marx-Jahr.
- 1956 - Der Sudan erlangt seine Unabhängigkeit von Großbritannien und Ägypten
- 1957 - Frankreich gibt das Saarland zurück an Deutschland.
- 1957 - Eine neue Straßenverkehrsordnung tritt in der DDR in Kraft.
- 1957 - In Deutschland werden die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung von 3 auf 2 % gesenkt.
- 1958 - Die Römischen Verträge zur Gründung der EG treten in Kraft.
- 1959 - Mit der Flucht des Diktators Fulgencio Batista kommt Fidel Castro in Kuba an die Macht.
- 1960 - Das Atomgesetz zur friedlichen Kernenergieverwendung tritt in Deutschland in Kraft.
- 1960 - Das erste US-amerikanische Atom-U-Boot, das mit Mittelstreckenraketen bestückt ist, wird in den Dienst gestellt.
- 1960 - Kamerun wird unabhängig von Frankreich.
- 1962 - Samoa wird unabhängig von Neuseeland.
- 1962 - Seine Hoheit Malietoa Tanumafili II. wird Staatsoberhaupt in Sambia.
- 1964 - Guinea erhält von Spanien die volle innere Autonomie.
- 1964 - Singhalesisch wird auf Ceylon alleinige Amtssprache.
- 1965 - Wehrdienstleistende erhalten ab sofort 2,70 DM anstelle von 2,30 DM Sold pro Tag.
- 1966 - Syrien wird Mitglied im UPU (Weltpostverein).
- 1966 - Militärputsch in der Zentralafrikanischen Republik, Jean Bedel Bokassa übernimmt die Regierung.
- 1967 - Die Kommune 1 um Fritz Teufel, Dieter Kunzelmann, Rainer Langhans u.a. entsteht durch die Besetzung der Wohnung des Schriftstellers Uwe Johnson in der Berliner Niedstraße 14 im Stadtteil Friedenau.
- 1968 - In der Angestelltenversicherung wird die Versicherungspflichtgrenze in Deutschland aufgehoben.
- 1970 - Über die zugefrorene Elbe gelingt einer achtköpfigen Familie die Flucht aus der DDR nach Niedersachsen.
- 1970 - In Kongo (Brazzaville) wird die Volksrepublik ausgerufen.
- 1971 - Zigarettenwerbung im Fernsehen der Vereinigten Staaten wird verboten.
- 1972 - Indonesiens Präsident [Hadji Mohamed Suharto[]] erlässt eine Teil-Amnestie für die Putschisten von 1965.
- 1972 - Polen und DDR führen den Pass- und Visa-freien Grenzverkehr ein.
- 1972 - Der Österreicher Kurt Waldheim wird Generalsekretär der Vereinten Nationen
- 1973 - Großbritannien, Dänemark und Irland werden Mitglieder der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG).
- 1973 - In Baden-Württemberg tritt die Kreisreform in Kraft: Die Zahl der Landkreise wird von 63 auf 35 reduziert; die 9 Stadtkreise bleiben erhalten.
- 1973 - Dänemark wird Mitglied der Europäischen Gemeinschaft
- 1973 - Der Grundwehrdienst in Deutschland wird von 18 auf 15 Monate verkürzt.
- 1973 - Angola, Mosambique, Kap Verde, Timor, São Tomé, Príncipe und Macao erhalten von Portugal die innere Autonomie.
- 1974 - Die Elternversicherung tritt in Schweden in Kraft.
- 1974 - Finnland: Freihandelsabkommen mit der EG
- 1975 - Die Grenze zur Volljährigkeit wird in Deutschland auf 18 Jahre gesenkt.
- 1975 - Die Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd wird gegründet.
- 1975 - In Nordrhein-Westfalen tritt das Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden und Kreise des Neugliederungsraumes Köln (Köln-Gesetz) in Kraft.
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